St. Goar hält nicht Schritt
– Tourismusentwicklung eher flau

Die Entwicklung der touristischen Kennzahlen für St. Goar im Vergleich zu Rheinland-Pfalz und Deutschland zeigen, dass hier Anstrengungen in den nächsten Jahren nötig sind, um den Anschluss nicht zu verpassen.

Gedruckte Gastgeberverzeichnisse und herkömmliche Tourist-Infos sind hierbei keine zukunftsweisenden Projekte. Für den einzelnen Anbieter wird eine gute Auslastung zunehmend schwieriger, wenn sich die Stadt nicht richtig vermarktet und ohne Management die touristischen Anforderungen oftmals aus den Augen verliert. 

Wie sind Ihre Erfahrungen? 

Stadtplan St. Goar 2019 erschienen

Stadtplan Sankt Goar 2019 erschienenen
Der neue Stadtplan St. Goar 2019

Zeitgleich mit der Wanderkarte Oberwesel, St. Goar, Loreley ist auch der Stadtplan St. Goar wieder erschienen.

Selbstverständlich zeigt er auch unsere Schwesterstadt St. Goarshausen. Umgekehrt wird auch der in Kürze erscheinende Stadtplan St. Goarshausen mit neuem Loreleyplateau die Besucher wieder neugierig auf das andere Rheinufer machen. Insgesamt geben alle Karten zahlreiche Tipps: von Biergarten über Winzerausschank und Keramik bis zum Restaurantbesuch. Auf diesen kostenlosen Wanderkarten und Stadtplänen lassen sich Gästen schnell und übersichtlich Empfehlungen für die schönsten Ausflugsmöglichkeiten im Loreleytal erklären. Die Stadtpläne sind bei allen teilnehmenden Gastgebern und Betrieben sowie bei der TouristInfo St. Goar erhältlich.

Alles, was Loreley, Oberwesel
und St. Goar verbindet

Wanderkarte Sankt Goar Oberwesel Loreley
Kartenausschnitt und Titelseite der neuen Wander- und Erlebniskarte zwischen Oberwesel, St. Goar und Loreley

Die erste Ausgabe einer Wanderkarte zwischen Oberwesel, St. Goar und Loreley ist rechtzeitig zur Saison vor Ostern erschienen. Wir freuen uns insbesondere auch über die Zusammenarbeit mit dem Gewerbeverein Oberwesel (OGV) und natürlich über das tolle Echo bei Gastgebern und Akteuren im Loreleytal.

Die Karte gibt Besucherinnen und Besuchern zwischen Oberwesel, St. Goar und Loreley in praktischer Leporellofaltung zahlreiche Anregungen und Informationen in einer so bisher nicht da gewesenen Übersicht. Wege nach Maria Ruh, zum Günderodehaus, Einkehr-Tipps in Oberwesel, St. Goar und St. Goarshausen, der Weg zur Loreley und die schönsten Aussichtspunkte auf die Loreley sind ebenso enthalten, wie Schiffsanlegestellen, Bahnhöfe, Fahrrad- und Wanderwege.

Ergänzt wird die Karte durch eine einfach per QR-Code abrufbare Internetseite – www.rheingucken.de/wanderkarte – auf der Infos zu Bahn, Bus, Schiff, Fähre und Wanderrouten zu finden sind. 

Tourismusmarketing kreativ

Richard Röhrhoff, Geschäftsführer der Essen Marketing GmbH

Oberes Mittelrheintal – zum Umgang mit einer europäischen Kulturlandschaft, so der Titel einer ganztägigen Veranstaltung auf der Festung Ehrenbreitstein, zu der die Entwicklungsagentur Rheinland-Pfalz eingeladen hatte.

Zum einen wurde sichtbar, wie man sich an vielen Stellen um die Attraktivität des Oberen Mittelrheintals bemüht. Zum anderen waren die Beiträge der Tourismus-Experten aus Österreich (Regionalentwicklungsverein Römerland Carnuntum, hört sich hübscher an als „Zweckverband”) und der Essen Marketing GmbH besonders interessant. Hier kamen soviel Engagement und Spaß an der Aufgabenstellung rüber, dass man sich Gleiches sehnlichst für St. Goar wünschte.

Ein Highlight zum Schluss: Der Vortrag von Prof. Dr. Heiner Monheim. Der Geschäftsführer von raumkom – Institut für Raumentwicklung und Kommunikation Trier rechnete „gnadenlos” mit der überholten Verkehrspolitik des Bundes im Oberen Mittelrheintal ab. Bundesstraßenschneisen, die die Belange von Anwohnern und Fußgängern völlig außer Acht lassen sowie Bahntrassen, die zu viel Lärm verursachen und Verbindungen zerschneiden, obwohl Alternativen möglich wären.

Trotz dieses kleinen kritischen Exkurses verlief die Veranstaltung harmonisch und gab viel Raum zum persönlichen Austausch. Mehr zur Veranstaltung auf der Seite der Entwicklungsagentur Rheinland-Pfalz.

Muss Tourismus finanziert werden?

Dr Schuler Tourismus Gästebeitrag
Dr. Schuler (BTE) referiert in der Rheinfelshalle zum Thema Gästebeitrag

Ist Tourismus ein bedeutender Wirtschaftsfaktor für St. Goar oder eine Belastung – oder beides? Ist Tourismus eine direkte oder indirekte Einnahmequelle für die Stadt oder eher Kostenstelle?

Zum Thema „Optimierung der kommunalen Tourismusfinanzierung” hat die Stadt St. Goar sich an Kosten für ein von der BTE Tourismus- und Regionalberatung Berlin am 7. November 2018 durchgeführtes Coaching in der Rheinfelshalle beteiligt. Im Kern ging es hierbei um die Erhebung eines Gästebeitrags. Mit dem Erlös soll wie es heißt „eine dauerhafte und tragfähige Finanzierung des touristischen Systems gesichert werden”. Im Gegensatz zu der sogenannten Bettensteuer ist der Gästebeitrag zweckgebunden. Für Stadt und Betriebe entsteht in jedem Fall zusätzlicher Verwaltungsaufwand, für Gäste zusätzliche Kosten.

Stellt sich die Frage: Was sagen die betroffenen Betriebe zu einem Gästebeitrag, den sie zukünftig zusätzlich von ihren Gästen erheben und an die Stadt abführen sollen?  

Schreiben Sie uns: wir@wirtschaft-goar.de

Stadtplan Sankt Goar
jetzt auch online!

Stadtplan Sankt GoarAuch für unterwegs auf dem Smartphone – der Stadtplan St. Goar

Der Stadtplan St. Goar ist jetzt auch online abrufbar. Eingebettet in die Karten von OpenStreetMap können Umgebung und Stadt erkundet werden. 

Der Stadtplan Sankt Goar bietet dabei mehr Details und ein besser lesbares Schriftbild für die Kernstadt und Biebernheim, als es in OpenStreetMap der Fall ist. St. Goarshausen und Fährverbindung sind selbstverständlich auch dabei. Die Erweiterung für den Bereich der Wanderkarte ist bereits geplant.

Link zum Stadtplan St. Goar online

So kann Stadtmarketing
Spaß machen!

Deutsche Welle Film
Bei Facebook ansehen: So kann Stadtmarketing Spaß machen

© http://www.dw.com/reise

Der Beitrag auf der Facebook-Seite der Deutschen Welle Reise ist zwar schon aus dem April und hat bereits fast 800.000 Aufrufe – aber für alle, die ihn noch nicht gesehen haben, in jedem Fall sehenswert. Das kommt dabei raus, wenn viele kreativ sind und zusammen Spaß haben.

Marktstudie: Vinothek in St. Goar

Marktstudie Vinothek St. Goar

Im Rahmen einer Bachelorarbeit des dualen Bachelor-Studiengangs Weinbau & Oenologie am Weincampus Neustadt stellte Frau Meike Klohr eine Marktstudie über das Kunden- und Besucherpotenzial einer Gebietsvinothek in St. Goar bzw. auf der Loreley vor.

Neben Stadtbürgermeister Horst Vogt und Tourismus-Chefin Sandra Meyer waren Mitglieder des Stadtrats sowie Vertreter aus Weinbau und Wirtschaft unter den Gästen vertreten. Begleitet wurde die Arbeit von Prof. Dr. Marc Dreßler.

Im Mittelpunkt der Präsentation stand die Auswertung einer Befragung von jeweils 200 Passanten an beiden Standorten rund um das Thema Wein und Vinothek. Hierbei wurden neben vielen Gemeinsamkeiten zum Teil auch unterschiedliche Präferenzen der Besucher von Loreley und St. Goar deutlich. 

Neben den Selbstverständlichkeiten einer Vinothek wie Weinverkostung und Weinverkauf wurden in der anschließenden Diskussion vor allem auch ein begleitendes gastronomisches Konzept als Erfolgsfaktor genannt.

Kontakt:

Weincampus Neustadt
Anika Kost
Assistentin Betriebswirtschaftslehre und Marketing
Breitenweg 71 · 67435 Neustadt an der Weinstraße
Weincampus Neustadt
Tel.: 0 63 21 / 671 456

Deutliches Plus für St. Goar
bei Übernachtungen 2017

Übernachtungszahlen St. Goar

Auch wenn es vielfach nicht so wahrgenommen wird, die Hotellerie in St. Goar hat ein sehr erfolgreiches Jahr hinter sich und ist wichtigster Leistungsträger der Stadt. Mit einer mehr als 10-prozentigen Steigerung der Übernachtungszahlen gegenüber 2016 hängt St. Goar Oberwesel (+ 1,7 %), Boppard (-1,3 %), Rheinland-Pfalz (+1,5 %) und Deutschland (+2,7 %) ab.

Das zeigt, dass die Hotels der Stadt es durch Kreativität, Angebote, Veranstaltungen, hervorragenden Service und ein gutes Preis-/Leistungsverhältnis schaffen, zufriedene Gäste zu halten und neue zu gewinnen. Das trotz eines oftmals schwierigen Umfelds und durchwachsenen Sommerwetters. 

Bingen macht’s vor!

Die Verantwortlichen der Stadt Bingen haben die Situation am Mittelrhein erkannt und die richtigen Schlüsse gezogen. Wirtschaftsförderung statt Bürokratie und Abgaben.

Die Einführung einer solchen Abgabe oder Steuer wäre zum jetzigen Zeitpunkt absolut kontraproduktiv. Wir reden darüber, in einer GmbH den Binger Tourismus neu aufzustellen. Das Konstrukt einer Tourismusabgabe ist unausgegoren.

Zitat CDU-Fraktionschef Michael Stein.

Ich halte von der Tourismusabgabe nichts. Das muss man abstellen. Man kann die Leute nicht quälen, wenn nichts dabei herumkommt

Zitat Oberbürgermeister Thomas Feser

Quelle: Allgemeine Zeitung, 30.01.2018

 

Touristik-Kommission zu Besuch:
Das Leiden der Hoteliers im Winter

Viele Städte und Gemeinden bewerben nur die Großveranstaltungen, an denen wir die Betten ohnehin voll haben und den Leuten absagen müssen. Hilfreicher sei es, das Marketing auf Zeiten außerhalb der ohnehin etablierten Veranstaltungen zu konzentrieren.

Trudel und Klaus Weiler vom Hotel Weinhaus Weiler in Oberwesel

Der Tourismus braucht lebendige Städte

Doris Gawel, Geschäftsführerin des Bopparder Rheinhotels Bellevue

Quelle: Rhein-Zeitung 25.01.2018 (nur im Abo lesbar!)